Das diesjährige Festival „An den Ufern der Poesie“ greift das Jubiläum 1700 JAHRE JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND auf. Es nimmt Bezug auf die lange und widersprüchliche, zwischen fruchtbarster kultureller und gesellschaftlicher Anregung und schrecklichster Vernichtungspolitik changierende Geschichte der Juden im Gebiet des heutigen Deutschland, dessen frühester dokumentarischer Beleg sich in einem Dekret Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 findet, mit dem die Beteiligung von Juden im Rat der Stadt Köln besiegelt wurde.

Dies wird der Fokus des Festivals 2021 sein: mit Lesungen und Musik, Theateraufführungen und zwei an die Rabbi-Inszenierung anknüpfenden Diskussionsforen, den Heinrich-Heine-Dialogen zur Erinnerungskultur, einem neuen Format der Erinnerungsarbeit vor Ort.

Und zum Schluss verzichten wir auch nicht auf die große Abschlussveranstaltung, die wir 2019 zum ersten Mal als BACCHANALE, eine theatrale Stadtbespiegelung und -bespielung mit Beteiligung der Bevölkerung am Festivalort Bacharach initiiert haben: diesmal, in 2021, in Lorch – eine LORCHIADE. In der künstlerischen und organisatorischen Verantwortung der Regisseurin Heike Scharpf wird diese Großveranstaltung eine für das gesamte Tal intendierte „Selberlebensbeschreibung“ (Jean Paul) der Region aufgreifen und sie zu einem kulturellen Baustein werden lassen für die BUGA 2029 im WELTERBE OBERES MITTELRHEINTAL. Wir werden im Sommer 2021 alle Veranstaltungen unter den Hygienebedingungen anbieten, wie wir es jetzt auch tun. Wir rechnen mit keiner besseren Lage. Die Sicherheit des Publikums hat oberste Priorität. Trotzdem hat es das Theater bei aller Geiselung durch ein kleines Virus bisher geschafft, sein Publikum weiterhin mit den großen Fragen der Welt zu infizieren.
Die Ufer des Rheins sollen deshalb auch 2021 wieder UFER DER POESIE sein.

Der Kartenvorverkauf startet voraussichtlich am 15. April 2021!