Die meisten deutschen Weine gehören zur Kategorie
der Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete, kurz
Q.b.A. genannt. Ein Q.b.A. darf nur aus einem der
dreizehn bestimmten Anbaugebiete Deutschlands
stammen; unsere Ferienregion Rhein-Nahe hat Anteil
an zwei Gebieten, Mittelrhein und Nahe.
Der Wein muss weiterhin die typischen Merkmale
seines jeweiligen Anbaugebietes aufweisen und die
amtliche Qualitätsprüfung bestehen.

Qualitätsweine mit Prädikat sind eine deutsche Be-
sonderheit. Für Prädikatsweine gelten die höchsten
Anforderungen der Qualitätsprüfung hinsichtlich
Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Für die
einzelnen Prädikate müssen unterschiedliche Min-
destgehalte an natürlichem Zucker erreicht werden,
die sogenannten Mostgewichte. Die sechs Prädikate
sind: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese,
Trockenbeerenauslese.
Eine Rarität besonderer Art ist der Eiswein. Diese
Weine werden aus Trauben von mindestens Beeren-
auslese gekeltert. Sie dürfen jedoch nur in gefrore-
nem Zustand – bei Temperaturen unter fünf Grad
minus – gelesen und gekeltert werden. So wird nur
das zucker- und aromahaltige Konzentrat ausgepreßt.
Es sind einzigartige Weine mit bemerkenswerter Kon-
zentration an fruchtiger Säure und Süße.



Lieblich? Halbtrocken? Trocken? Edelsüß?

Liebliche und halbtrockene Weine sind Weine, denen
nach dem Gären unvergorener Traubensaft als "Süß-
reserve" zugesetzt oder deren Gärung schonend ge-
zügelt wurde.
Trocken ist ein Wein, bei dem der natürliche Trauben-
zucker vollkommen zu Alkohol vergoren ist oder der
nur noch ganz geringe Mengen an "Restzucker"
(bis 10g/l) enthält.
Edelsüße Weine sind Weine, bei denen die Gärung
aufgrund des besonders hohen Gehaltes an natür-
lichem Traubenzucker zum Stillstand.