Rheinromantik
Lore Lay

An dieser Stelle veröffentlicht die Rhein-Nahe Touristik mit Unterstützung von Herrn Fritz Stüber verschiedene literarische Beitr äge zu Bacharach und dem Thema Rheinromantik.

Vorwort
Reisen bildet, schon zu allen Zeiten;
War der Rhein schon immer Handels- und Transportweg, wurde besonders der Mittelrhein schon früh wegen seiner pittoresken Schönheit von Malern und Dichtern entdeckt und gefeiert.

Nach den Niederländern entdeckten die Engländer auf ihren Bildungs-Reisen ("grand tour") nach Italien den Rhein als Reiseroute und schwärmten von der Landschaft, den Burgruinen auf schroffen Felsen und der Schönheit der den Fluß einrahmenden Natur als einzigartigem Gesamtkunstwerk. Was William Turner, Clarkson Stanfield und Adolf Lasinsky und viele andere mehr in romantischen Bildern festhielten, verewigten Aurelio de Bertola und Lord Byron ("Ritter Harold´s Pilgerfahrt", 1812) in ihren poetischen Reiseberichten. Als Washington Irving 1822 den Rhein bereist hatte, übertrafen dessen romantische Schwärmereien noch die bisherigen Schilderungen der Europäer. Der Mittelrhein wurde zu einem Idol und alle reisten hin, schrieben Briefe, Gedichte, Märchen, Geschichten und trugen damit zum bis heute lebendigen Mythos der Rheinromantik bei. Zu Bacharach am Rheine
wohnt eine Zauberin.
Die war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

schrieb Clemens Brentano 1801 in "Godwi"

Die uralte Stadt Bacharach, in welcher die Zeit auch heute noch still zu stehen scheint, hat die Reisenden schon immer besonders berührt. Dieses einzigartige Panorama von Rheinengtal, altem Gemäuer, Wehrtürmen, winkeligen Gassen, Wernerkapelle und Burg; dieses mittelrheinische Kleinod versetzte schon zu allen Zeiten die Seele der Besucher „in eine freudige Aufruhr“ und Gefühle sowie Gedanken in einen „träumerischen Zustand“.

1840 schrieb Victor Hugo:
"Wenn die Sonne die Wolkendecke durchdringt und ihr Licht durch eine Luke am Himmel lächelt, gibt es nichts Hinreißenderes als Bacharach"
So bedeutet Romantik am Rhein auch heute noch sich in der Seele berühren zu lassen; wie vor 200 Jahren.

 














































kleiner Bachus