Bacharach dürfte, worauf auch der Ortsname hindeutet,
keltischen Ursprungs sein. Der ursprüngliche Ortsname
"Baccaracus" heißt soviel wie "keltisches Landgut des
Baccarus".

Seit der fränkischen Merowingerzeit läßt sich eine durch-
gehende Besiedlung annehmen. Eine erste, allerdings
etwas umstrittene, urkundliche Erwähnung datiert von 923,
eine weitere, etwas sicherere aus dem Jahr 1019. Die im
11. Jahrhundert errichtete Burg Stahleck war zuerst Sitz
der erzbischöflichen Vögte von Köln.
Im 12. Jahrhundert war sie Residenz der Pfalzgrafen und
Zentrum der Pfalzgrafschaft bei Rhein. Im Jahre 1194
fand hier die Hochzeit der Hohenstauferin Agnes von
Stahleck und Heinrich dem Welfen statt.
Die auf die Hohenstaufen folgende Herrschaft der Welfen
währte nur bis 1214. Im gleichen Jahre ging die Pfalzgraf-
schaft, aus der sich die spätere Kurpfalz entwickelte,
auf das Haus Wittelsbach über, zu dem Bacharach fast
600 Jahre bis zur französischen Revolution gehört.

Die wirtschaftliche Blütezeit erlebte Bacharach im Mittel-
alter von Beginn des 13. Jahrhunderts an. Durch die
günstige Lage am Rhein war Bacharach der wichtigste
Handels-, Stapel- und Umschlagplatz für Wein und Holz.
Außer durch den Bacharacher Zoll, der die Hauptein-
nahmequelle des Landesherren bildete, wurde Bacharach
durch den Wein weltweit bekannt.
Mit dem Aufstieg zur Handelsmetropole wuchs auch die
politische Bedeutung. 1254 wurde Bacharach in den
rheinischen Städtebund aufgenommen. Im Jahre 1356
erhielt Bacharach Stadtrechte. Der wirtschaftliche Nieder-
gang setzte mit dem 30jährigen Krieg ein. Die Stadt
verlor in der Folgezeit ihre Vormachtstellung als größter
Weinstapelplatz - nicht zuletzt durch die unwirtschaft-
lichen Rheinzölle. Die angestrebte wirtschaftliche Er-
holung konnte dann erst wieder im Laufe des 19. Jahr-
hunderts beginnen. Nach der Befreiung durch Blücher
1813/14 wurde Bacharach preußisch und wurde nach
dem letzten Krieg bei der Länderneugliederung mit an-
deren Teilen der früheren Rheinprovinz Teil des Bundes-
landes Rheinland-Pfalz.

Seit der Öffnung des "Binger Lochs", das das größte
Schifffahrtshindernis am Mittelrhein darstellte, der
anschließenden Rheinregulierung und der Einführung
von Dampfschiffen, wird Bacharach von vielen Ausflugs-
schiffen angefahren.
Hier können die Gäste authentische Geschichte erleben
und Rheinromantik pur genießen. Viktor Hugo beschrieb
im 19. Jahrhundert Bacharach als eine der "schönsten
Städte der Welt".







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Einsteigen & Träumen.
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Burgen und Legenden.